sabinegoerner.de | Snippets – die Kunsthalle Karlsruhe treibt ihre Spielchen
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Snippets – die Kunsthalle Karlsruhe treibt ihre Spielchen

Montags ist geschlossen. Es ist der Tag der es ermöglicht sich von der Kunst vor Ort zu entfernen. Zugleich aber auch um seine Gedanken zu sortieren, zu sammeln, die vergangene Woche Revue passieren zu lassen. Doch in der Pandemie Phase ist es ein bisschen durcheinander gekommen das Montagskonzept. Vor allem da mich montags sonst keine Post erreicht. Doch dank der Kunsthalle Karlsruhe (Tabea Schwarze) und den Herbergsmüttern (Anke von Heyl) durfte ich ein buntes, rasselndes, keckes, schönes und blumiges Kuvert entgegennehmen. Es rappelte sozusagen im Karton:

Die Kunsthalle Karlsruhe also und die Herbergsmütter treiben ihre Spielchen. Jetzt bin ich Feuer und Flamme. Das Snippet beeindruckt schon deswegen, weil jemand aus der Kunsthalle in der Lage zu sein scheint, so dermaßen exakt kleinteilige Details auszuschneiden. Wie bitte geht das? Mein Kunsthistorikerkopf fing natürlich sofort an zu rattern, es wollte die steckbrieflichen Hintergründe dieser Schnipsel zuordnen. Aber darum geht es ja nicht.

(Und wer neugierig ist bekommt von den Herbergsmüttern was zu lesen: „Wenn zuhause die Kunst einzieht“

Es geht um das Spiel, mit sich spielen zu lassen. Und das ist ein sehr guter theoretischer Gedanke in der Zeit der Pandemie. Neue Wege zu gehen und sich ausprobieren.

Vor der Pandemie galt das Digitale als große Hürde. Wird das Kunstwerk an sich weniger interessant wenn es kleinteilig digitalisiert oder vervielfältigt wird? Das Digitale und Analoge, das Original und die Kopie sind jetzt ganz eng beieinander. Sie konkurrieren nicht.

Die Kunsthalle Karlsruhe widmet sich intensiv dem digitalen Thema. Es wird konkret nach den Inhalten zum Haus und der Vermittlungsarbeit angeboten. Pläne und Strukturen für Social Media Angebote und digitale Aktionen zeigen die Öffnung der Netzwerke nach außen und ist so seit mehr als fünf Jahren eine kluge Strategie.

Und natürlich möchte ich auch auf mein persönliches Highlight der Kunsthalle hinweisen: Code for Culture: Für das Projekt Coding Da Vinci wurde das Serious Game ANTONIO entwickelt „bei dem sich Mathilde Hoffmann (Sound Design), Marina Strohm (Cultural Domain Expert), Nabil Afnan-Samandari (Character Animator), Kay Fleck (Character Animator), Jonas Auer (Code) und Valentin Spadt (Code) über mehrere Wochen hinweg intensivst mit Joos von Craesbeecks Gemälde Versuchung des Heiligen Antonius aus dem Jahre 1650 beschäftigten und ihm zeitgenössisches Leben einhauchten.“ (Zitat aus Code for Culture)

Eine sehr verspielte Kunsthalle. Die mich auch um den Finger gewickelt hat.

#wastingtimewithart #kunsthalleathome #sabinegoerner #kunstgeschichte2

1 Comment
  • Vielen Dank fürs spontane Mitspielen und den schönen Beitrag!
    Herzliche Grüße aus Karlsruhe
    Tabea

    8. Juni 2020 at 17:26

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